09 de October de 2019
Foto: Roberto Parizotti

Das Gefängnis des ehemaligen Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva wird häufiger besucht als der Palast von Präsident Jair Bolsonaro, sagte der frühere Außenminister Celso Amorim auf dem 13. Kongress der CUT (Metallarbeitergewerkschaft), dessen dritter Tag heute ist.

“Ich sage oft, dass Brasilien wahrscheinlich das einzige Land der Welt ist, in dem ein Gefängnis in einer Provinz, Curitiba möge das verzeihen, häufiger besucht wird als der Präsidentenpalast”, sagte Amorim vor dem CUT-Forum über die Anzahl der politischen und religiösen Führer, die Lula im Gefängnis besuchen, im Vergleich zu denen, die sich mit Bolsonaro im Alvorada-Palast in Brasilia treffen.

Das Thema der Freiheit für Lula beherrschte die meisten Debatten der Veranstaltung, die bis morgen in Praia Grande an der Südküste von São Paulo stattfinden wird.

Alle brasilianischen und ausländischen Delegierten argumentieren, dass der ehemalige Arbeiterführer aus dem Wahlkampagne entfernt wurde und ein politischer Gefangener ist, der zu Unrecht verurteilt wurde und seit dem 7. April 2018 am Sitz der Bundespolizei-Aufsichtsbehörde in Curitiba, der Landeshauptstadt von Parana, inhaftiert ist.

Der frühere Außenminister sagte, die Verhaftung des Gründers der Arbeiterpartei fand nicht nur darum statt, um einen Kandidaten aus der Präsidentschaftskampagne zu entfernen, sondern um den beliebtesten Politiker des Landes zu inhaftieren.

Für Amorim ist die Antwort auf dieses Phänomen einfach. Im Gefängnis von Curitiba gibt es einen Führer der Arbeiterklasse, der zum Anführer aller Brasilianer geworden ist.

“Lula ist unser Nelson Mandela (ehemaliger südafrikanischer Präsident, der 27 Jahre lang inhaftiert war, weil er das Ende der Apartheid in seinem Land verteidigte). Die Rassentrennung in Afrika hat erst mit Mandelas Freilassung geendet, und wir werden erst mit der Freiheit Lulas ein freies und demokratisches Land haben “, sagte der ehemalige Chef des Diplomatischen Corps.

Er sagte, das ehemalige Gewerkschaftsmitglied Lula sei stolz auf das brasilianische Volk. “Und es ist die Energie der Menschen, die Lulas Geist auf dem wach hält”, sagte er.

Prensa Latina | Übersetzt von Elisabeth Schober, Free LULA – Committee Austria.