26 de fevereiro de 2019

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1. Der Anwalt Manoel Caetano, Verteidiger von Luiz Inácio Lula da Silva, erklärt, dass der ehemalige Präsident nicht in die Hausbesetzung der dreistöckigen Wohnung in Guarujá involviert war, die am 16. April des vorigen Jahres von der Bewegung MTST (Arbeiter ohne Dach), durchgeführt wurde. Zu dem Zeitpunkt war diese Immobilie, die der Richter Sergio Moro ohne jeglichen Beweis Lula zugeschrieben und ihn aufgrund dessen verurteilt hatte, unter Kontrolle der Justiz. Der Fall wird von der Bundespolizei untersucht, die heute Lula dazu angehört hat.

2. An diesem Dienstag den 26.2. sandte Lula eine Vorschlag zur Rentenreform, die von Jair Bolsonaro angestrebt wird. In seinen Sozialmedien schrieb der frühere Präsident, dass „die beste Art, das Rentenversicherungssystem zu sanieren, die Schaffung von Arbeitsplätzen ist. Je mehr Arbeitsplätze, desto mehr Einzahlung, weniger Defizit. Zu meiner Zeit gab es Überschuss“, sagte Lula. In fast zwei Monaten an der Regierung hat die extreme Rechte noch keinerlei Vorschlag zur Arbeitsplatzschaffung gemacht.

3. Ebenfalls über die Sozialmedien schickte Lula eine Nachricht an die Arbeiter der Fordfabrik in São Bernardo do Campo (SP), nachdem die nordamerikanische Firma die Schließung des Werks angekündigt hat. Um die Schließung zu stoppen, riet Lula, müssten die Arbeiter Druck
auf die Regierung ausüben, damit diese keine Fordprodukte mehr importiert. Nach Aussagen der Metallarbeitergewerkschaft des ABC (Santo André, São Bernardo do Campo e São Caetano do Sul) bietet die Fabrik mehr als 20.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze in der Region. Lula, der selbst Metallarbeiter war, stellt sich gegen die Position der Firma.

4. Der nationale Vorstand der Bewegung der Landlosen (MST) und Artikulator von Via Campesina Internacional* João Pedro Stedile, hat am vorigen Sonntag in Caracas, Venezuela, während der Internationalen Versammlung der Völker, die politische Gefangenschaft Lulas angeprangert. „Lula ist nicht im Gefängnis, Lula wurde vom Internationalen Kapital entführt um ihn aus dem Präsidentschaftswahlkampf auszuschliessen, um an die brasilianischen Erdölreserven im Atlantik dran zu kommen“. Die Veranstaltung in der Venezuelanischen Hauptstadt dauerte bis zum 27.2.


*Via Campesina (spanischla vía campesina, „der bäuerliche Weg“) ist eine internationale Bewegung von Kleinbauern und Landarbeitern. Gegründet wurde die Organisation 1993. Ihr Sitz befindet sich in Jakarta (Indonesien). Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/La_Via_Campesina

 

Bulletin 372 – Volkskomitee zur Verteidigung von Lula und der Demokratie
Direkt aus Curitiba – 26/2/2019 – 326 Tage Widerstand -20:05h